Realisierbarkeit in der Praxis
Die Nanotechnologie bietet ein großes Spektrum an Anwendungen. Ausgehend davon, dass man in der Lage ist, einzelne Atome zu bewegen und gezielt zu positionieren, sind prinzipiell sehr viele Dinge möglich, über die man früher nur in Science Fiction geschrieben hat. Mit dem Bottom-Up Ansatz nanoskalige Maschinen aus einzelnen Atomen zusammenzusetzen („molecular engineeering“) und so zum Beispiel Motoren oder Generatoren zu bauen, wäre mit heutiger und künftiger Technik möglich. Möglich heißt aber nicht auch gleichzeitig realisierbar. Es heißt nur, dass man nun in der Theorie weiß, wie es funktioniert und wie es umzusetzen wäre.
Doch das Ganze in der Praxis umzusetzen, erfordert sehr viel technisches Know-how, extrem präzise Geräte, sehr viel aufgewendete Zeit und vieles mehr. Abzuschätzen, was künftig nicht nur möglich, sondern auch realisierbar wird, ist sehr schwer. Das hängt von der Entwicklung der jeweiligen Bereiche der Nanotechnologie und der anderen involvierten Wissenschaften ab. Doch diese Entwicklung kann ganz unterschiedlich verlaufen und hängt nicht nur von der Forschung an sich, sondern auch von vielen ökonomischen, politischen und auch soziologischen Entwicklungen ab.
